Gähnen kühlt ein Chamäleon ab.

Chamaleon_300x150In einer neuen Studie geht es nicht um die umstrittene und in anderen Studien bereits widerlegte These, dass Sauerstoffmangel im Blut das Gähnen hervorruft. Vielmehr besitze das Gähnen eine Wärmeaustausch-Funktion. Durch das Einatmen von kühler Luft beim Gähnen werde der Temperaturhaushalt im Gehirn reguliert und somit die Bedingungen für optimale Leistungsfähigkeit geschaffen.

Diese Hypothese unterstützt eine Reihe von Tests, bei denen Temperatureffekte berücksichtigt wurden. So mussten Probanden, die gezwungen waren, ausschliesslich durch die Nase zu atmen viel weniger oft gähnen als durch den Mund atmende. Die Forscher erklären sich diesen Umstand damit, dass beim Atmen durch die Nase das Blut im Inneren des Organs gut abkühlt und anschliessend durch das Gehirn fliesst.

Chamäleon InfrarotkameraIn einem weiteren Versuch wurden die Testpersonen angehalten, ein Wärme- bzw. Kühlpäckchen an ihre Stirn zu halten. Kaum ein Proband, der die kalte Auflage an der Stirn spürte, musste innerhalb des Versuchszeitraums gähnen, während bei den anderen Probanden ein «normales» Gähnverhalten zu verzeichnen war. Ein ähnliches Ergebnis konnte bei der Veränderung der Zimmertemperatur erzielt werden. Fazit: Bei Kälte wird das Gähnen eingestellt, weil es wärmetechnisch für den Körper keinen Sinn macht.